Cimalp Drop Evolution 864 – Höhenverstellbarer Schuh für den Trail

Cimalp bringt mit dem Modell Drop Evolution einen Schuh auf dem Markt, der durch drei Einlegesohlen höhenverstellbar ist. Was es kann, zeigt mein Trailrunning-Test.

Nils läuft mit dem Cimalp Drop Evolution

Die Idee ist einfach. Mit den Cimalp Drop Evolution werden drei Paar Einlegesohlen geliefert, die je 8, 6 und 4 Millimeter Sprengung in den Schuh bringen. Mit dieser variablen Sprengung (Höhenunterschied zwischen Vorfuß und Ferse) kann man, je nach Vorliebe, mehr oder weniger Komfort oder Schnelligkeit an den Fuß bringen. Ganz nebenbei soll man sich wohl auch an eine niedrige Sprengung gewöhnen und auf diese Weise einem natürlichen Laufstil näher kommen. Kommt daher der Beinname Evolution? So viel zur Theorie. Aber wie steht es in der Praxis?

Auch auf Schnee nicht im Rutschen: Cimalp Drop Evolution

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck ist sehr gut, was nur begrenzt mit den Einlegesohlen zu tun hat. Mein Fuß hat viel Platz, sitzt bequem im Schuh und lässt sich mit der Schnürung bequem fixieren. Das mir zur Verfügung gestellte Modell war eine Nummer größer, als ich normal nutze. Das erklärt auch die gute Zehenfreiheit, obwohl der Drop Evolution normal geschnitten ist. Finde ich gut, denn wenn das mit der Evolution nicht funktioniert, hat man immer noch einen guten Trailschuh. Die ersten Trails weisen auf eine gute Mischung aus Grip und Komfort, die genug Kontakt zum Boden hält, ohne zu schwimmen. Dazu trägt maßgeblich die Vibram-Sohle bei, die sich auch gut auf matschige Untergrund macht.

Cimalp Drop Evolution von unten

Laufgefühl im Cimalp Drop Evolution

Der Cimalp Drop Evolution ist in materieller Hinsicht nicht gerade minimalistisch, was zunächst nicht sonderlich auffällt. Schutz und Protektion ordnen sich einem guten Laufgefühl unter und machen sie empfehlenswert für lange Strecken. Besonders die 8-Millimeter-Sohle ist beim Long-Run sinnvoll. Den Unterschied zur 6-mm-Sohle fand ich nicht sehr gravierend. Mit eingelegten vier Millimetern liegt man aber merklich tiefer, was einen gewissen Gegensatz zur Bauweise und dem Materialeinsatz darstellt. Wer erwartet, durch die Einlage einen Trailracer zu bekommen, irrt. Zwar ist die Abstimmung straffer, der Schuh selbst aber nicht schneller zu laufen. Meiner Meinung nach vollkommen zufriedenstellend. Mehr noch.

Neben einem sehr gut abgestimmten Schuh gibt es beim Cimalp Drop Evolution noch drei Einlagen dazu, die eine gewisse Variabilität bringen. Damit lässt sich der Komfort zwar nicht millimetergenau einstellen, aber die Idee ist clever und ich frage mich, warum die Hersteller nicht früher darauf gekommen sind. Wenn das Modell nun auch noch so langlebig ist, dass er die Einlagen überlebt, ist das nicht nur besonders nachhaltig, sondern vielleicht auch eine beständige Lösung in einer sich ständig ändernden Schuhwelt, in der die Modelle so schnell gehen, wie sie kommen.

Produktfoto des Cimalp Drop Evolution

Die Einlegesohlen des Drop Evolution

  • Acht Millimeter bedeuten laut Hersteller „Hard Rock“ – Komfort für lange Läufe und Ultratrails. Die Variante mit
  • sechs Millimetern nennt Cimalp „Perfekt Balance“ – die perfekte Balance zwischen Dynamik und Komfort. Ideal für mittlere Distanzen.
  • Vier Millimeter steht für „Fly Away“, also für Performance und ist besonders für Läuferinnen gedacht, die auf Vor- und Mittelfuß unterwegs sind.

Zum Schluss

Wenn Du Fragen hast, melde Dich gern per Kommentar oder Mail. Mehr zum Drop Evolution hier beim Hersteller.

Mehr zu den Themen: Schuhe beim Trailrunning und warum auch Du einen Ultramarathon schaffst.

Die mobile Version verlassen